Am Dienstag (Ortszeit) packten wir unsere sieben Sachen und bewegten uns auf einer kurvenreichen Küstenstrasse in Richtung Südosten. Tuaranga gefiel uns nicht und so fuhren wir gleich weiter nach Maketu bei Te Puke. Dort lag der Campingplatz in einer Lagune am Pazifik, nur wenige Meter vor unserem Camper. Der Platz selbst war sehr weitläufig mit vielen Seevögeln, die auf den verlassenen Campingpazellen grasten. Wir waren fast die einzigen Gäste auf dem Riesengelände, die Sanitäranlagen waren in Betonbauten untergebracht, die an die graue sozialistische Bauweise in Ostdeutschland erinnerte. Alles in allem hatte die Atmospäre was, war aber auch etwas gespenstisch und gruselig. Zum Glück gab es unser Porta Potti-Pinkelpõttchen, so dass wir uns den nächtlichen Toilettengang dort sparen konnten. Nachdem Alli so ziemlich alle Võgel der Gegend zum Abendessen eingeladen hatte und somit unsere Brotvorräte rapide zurück gingen, legten wir uns schlafen. Ich unten und Alli über mir in ihrer Hängematte. Es war stürmisch und der Sturm wuchs in der Nacht zu einem heftigen Orkan heran. Der Camper stand mit der Breitseite zum Wind und bei manchen Böen wackelte der Camper so sehr, dass ich hoffte, dass er nicht umkippt. Doch wir hatten Glück, beschlossen aber am nächsten Tag diesen an und für sich schönen, aber grad so unwirtlichen Ort zu verlassen und weiter unserer Wege zu ziehen.


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