Am frühen Morgen fuhr Ludger mit dem Dinghi zum Festland, um Maria ab zu holen, die uns am Wochenende Gesellschaft leisten will.
Nach einem gemeinsamen Frühstück starteten wir den Segler zur Robinson Island, etwa eine Stunde von hier.
Perfektes ruhiges Segelwetter und wir legten uns vorne zum Sonnen ins Trampolin. Ludger konnte auf seinen Bord-Geräten ausmachen, dass in der Nähe hinter einer Insel ein grosses Passagierschiff ankert und wir nahmen Kurs dorthin. Und plötzlich sahen wir sie. Haushoch und ewig lang türmte sich direkt vor uns die "Queen Mary 2" auf, das weltgrößte Passagierschiff. Das war schon sehr beeindruckend. Toll!
Kurz darauf kamen wir in der wunderschönen Robinsonbucht an. Die Insel hatte eine schmale Stelle mit einem Durchgang zwischen den Felsen, durch den man das Meer dahinter und weitere Inseln in der Ferne sehen konnte. Was für ein romantischer Ort. Ein kleiner Ausflug auf den Inselberg eröffnete uns einen unglaublichen Blick auf die vielen kleinen hügeligen Inseln und auf bizarre Felsformationen im Meer.
Dann fuhren wir wieder zurück zu unserer kleinen Inselbucht, von der aus wir am Morgen aufgebrochen waren und gesellten uns unter die anderen dort ankernden Boote. Welch schöne Kulisse.
Nun war der Zeitpunkt gekommen mal zu testen, ob in diesem Pazifikwasser tatsächlich Fische leben. Bisher hatten wir ja nur Delphine gesehen. Maria hatte versprochen mir das angeln bei zu bringen. Das ist ein ganz alter Traum von mir und die wenigen halbherzigen Versuche in der Vergangenheit waren erfolglos gewesen. Und Marias Bruder ist Fischer. Das liess mich hoffen, denn Maria kannte sich aus. In der Dämmerung machten wir kleine Köder aus Fischresten und liessen zwei Schnüre damit am Haken gespickt ins Wasser. Es dauerte nicht lange und ich hatte meinen allerersten Fisch, einen Snapper, am Haken. Leider war er ebenso wie zwei weitere Snapper, die ich fing, zu klein, so dass wir sie wieder lebend dem Meer überließen. Aber ein wenig stolz auf meinen Angelerfolg war ich schon. Eine tolle Erfahrung. Ein feines Abendmahl und lecker Rotwein beschlossen diesen ereignisreichen Tag bei einem sehr schönen Sonnenuntergang. Und während ich jetzt in meiner Kajüte am Blog schreibe höre ich nur noch gelegentlich ein leichtes blubbern vom Wasser draußen und ein ganz sanftes wiegen der Wellen unter mir.
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